Österreich, Salzburg

Red Bull: Lichtspiele im Fußballstadion mit Pioniercharakter

In der Red Bull Arena in Salzburg bewähren sich gelochte Trapezprofile

Erst in der Anwendung zeigt sich das ganze Wesen von Innovation. In der sensiblen Umgebung von Schloss Klessheim und anderen besonderen Nachbarn entschieden sich die Stadion-Planer um die Arge Architekten, die Schuster Architekten GmbH und die Albert Wimmer ZT-GmbH für gelochte Trapezprofile als Außenhülle. Eine Entscheidung, die sich in jeder Hinsicht als richtig erwiesen hat.

Der Spatenstich zum Fußballstadion in Salzburg wurde zwar bereits im Oktober 2001 vollzogen, so richtig spannend geriet die architektonische Herausforderung jedoch erst mit der Aufstockung des Stadions im Mai 2006. Denn dafür wurde das Dach von 17.000 Quadratmetern und mehr als 1.900 Tonnen Gewicht um 10,50 Meter angehoben. Und das bei laufendem Betrieb. Zwölf große Hebestützen im Stadioninnenraum und 56 kleinere Hebestützen an den Außenkanten waren dazu nötig. Eine gleichermaßen feinmechanische wie kraftstrotzende Aufgabe. Viel weniger bekannt als dieser Eingriff ist jedoch die Wahl der Fassade in der Red Bull Arena.

Gelochte Trapezprofile überzeugen
Gelochte Fassaden aus Hoesch Trapezprofilen schaffen raffinierte Verschattungen und effektvolle Lichtspiele. So wird das Stadion als Korpus semitransparent mit der Außenwelt verbunden. Entsprechend des Lochanteils bieten die profilierten Elemente eine hohe Lichttransparenz und ermöglichen spannende Durchblicke. Es ist wie im Theater, wo die kommende Komödie oder Tragödie, bereits durchschimmert und einen Vorgeschmack bereitet. Als modernes Drama hat der Fußball bekanntermaßen schon manche spannungsgeladene Inszenierung geleistet und wird das mit Sicherheit auch weiterhin tun. Die Fassaden sind im Übrigen so durchlässig, dass sie das Geschehen zwar erahnen lassen, aber garantiert nicht den Ticketkauf und Spielbesuch ersetzen.

Coil Coating als Optimum
Die in verschiedenen Evoshine Kollektionen erhältlichen Stahl-Trapezprofile sind feuerverzinkt und werden einbrennlackiert in hochwertiger Coil Coating-Beschichtung geliefert. Es werden dabei je nach Beschichtung mindestens zwei Lackschichten aufgetragen. Der Primer verbindet als Haftvermittler den Decklack mit dem metallischen Überzug aus Zink oder ZinkMagnesium. In der Addition mit dem metallischen Überzug sorgt der in allen Farben erhältliche und optisch effektvolle Decklack für den notwendigen Korrosionsschutz. Die in der Red Bull Arena verwendeten Graustufen auf dem Profiltyp HP 85 sind gleichermaßen elegant wie unaufdringlich. Auch der Glanzgrad und die Struktur des Decklacks kann variiert werden. So stehen die mattierten Lacke der Evoshine Kollektionen „matt-de-luxe“ aus dem Hause Hoesch ebenso zur Verfügung wie Beschichtungen mit Rosteffekt, Edelstahl-Optik oder in anpassungsfähigen Naturfarben-Kollektionen. „Ein Stadion ist und muss ein Ort geballter Emotion sein, dass eine starke Signethaftigkeit besitzt. Für mich sind die Qualitäten der Emotionen, des Miteinanders und die Aura des Ortes entscheidend“, formuliert Architekt Albert Wimmer sein Credo.
Dazu trägt diese Materialwahl bei: Coil Coating ist bezüglich der Lackqualität erste Wahl bei den Beschichtungssystemen. Auf das feuerverzinkte Trägermaterial Stahl werden in einem qualitätsgesicherten Bandbeschichtungsprozess die Lackschichten aufgebracht, sowohl die Lochung als auch die Profilierung der Bleche erfolgen in einem weiteren Verarbeitungsschritt. Sowohl der kathodische Kantenschutz bei Schnittkanten oder kleineren mechanischen Beschädigungen als auch der Korrosionsschutz der Duplex-Beschichtungssysteme sind ausgesprochen hoch. Je nach Qualität der Verarbeitung, den atmosphärischen Umgebungsbedingungen und des Standortes kann der Bauherr hier bis zu 40 Jahren Garantie für den Schutz des Stahlkern erwarten. Außerdem beweisen die Hoesch Trapezprofilfassaden wie einfach die Montage ist: Aufgrund der Selbstspannungsqualität sind – anders als bei Streckmetall oder Edelstahlgeweben – keine eigenen Rahmen notwendig.
Auf Hoesch Unterkonstruktionen können so bis zu 18 Quadratmetern große, vorkonfektionierte Elemente an einem Stück montiert werden. Gerade bei großen Objekten sind diese rasch montierbaren, individuell adaptierbaren und beständigen Fassadenelemente ein großes Plus für anspruchsvolle und leistbare Architektur – bei allen Gebäudetypen.


Objektdaten

REFERENZOBJEKT:      Stadion des FC Red Bull Salzburg, Stadionstraße 2/3, A-5071 Wals-Siezenheim

Nutzung:                     Stadion

Ausführende Firma:     A. Zoppoth Haustechnik Gesellschaft m.b.H., A-9634 Gundersheim 35

Produkt:                     T-85.2 Ag, 0,88 mm, Stahl, vollperforiert mit Lochbild 5/8 mm

Beschichtung:             SP RAL 9002/9002
                                  SP RAL 9006/9002
                                  SP NCS S 5000-N/9002
                                  SP NCS S 6500-N/9002
                                  SP NCS S 8000-N/9002

Informationen

Produkte: Hoesch® Trapezprofil

Einsatzgebiete

  • Stadionbau
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