Österreich, Wien

Müllzentrum Meidling

MA 59 Müllzentrum Meidling

Ignazgasse, Meidlinger Markt, 1120 Wien


Prof. Gsteu gestaltet seit vielen Jahren mit Hoesch Bauprodukten:
"Mit dem neuen Objekt erhalten die bisher im Freien stehenden Müllcontainer ein eigenes Gebäude. Um auch die Vorteile des einfachen Handlings beizubehalten, ist der neue Raum so stützenfrei wie möglich konzipiert. Das bewegliche Tor, optisch abgeleitet vom Deckel eines Müllcontainers, trägt durch seine weite Öffenbarkeit zur Funktionalität bei. Der neue Raum ist durch die Verwendung von Trapezlochblechen, ein Material, mit dem Gsteu auch bei seinen U-6-Stationen experimentiert hat – gut belüftet und belichtet. Seine Übersichtlichkeit gewährt zudem Kontrolle (etwa bei der Ablieferung von Sondermüll, Fleisch oder anderen Problemstoffen). Außerhalb der Betriebszeiten ist das ‚weite Maul’ geschlossen und bildet gemeinsam mit dem angrenzenden Traforaum eine silbern schimmernde Box im Marktgebiet. Die Gestaltung entspricht der Bedeutung „die der Müllentsorgung seit altersher gebührt, hygienisch, nüchtern, respektvoll, einladend und sparsam.“ (Johann Georg Gsteu)

Gsteu, Johann Georg, * 26. 7. 1927 Hall in Tirol, Architekt. Studierte 1950-53 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei C. Holzmeister, 1980-92 Professor an der Gesamthochschule Kassel. Entwarf vor allem Sakralbauten mit rationalen und technisch innovativen Entwurfskonzepten sowie Wohnbauten nach ähnlichen Prinzipien.


Von Liesbeth Waechter-Böhm (Quelle:"Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2007):

Ein Querkopf, der Architekturgeschichte geschrieben – und nie das Originelle und Authentische aus den Augen verloren hat.
Johann Georg Gsteu zum 80. Geburtstag:

Unheimlich wird einem schon, wenn man sich folgendes Bild vergegenwärtigt: Nachkriegszeit, ein Klassenzimmer in der Salzburger Staatsgewerbeschule, und in einer Reihe sitzen Friedrich Achleitner, Wilhelm Holzbauer, Johann Georg Gsteu und Hans Puchhammer, ein paar Reihen weiter vorne Friedrich Kurrent. Und alle gehen nach Wien – Puchhammer an die Technik, die anderen zu Holzmeister an die Akademie –, und alle werden Architekten. Irgendwie muss in diesem Klassenzimmer ein Rumpelstilzchen seinen magischen Moment ausgelebt haben. Das Ergebnis ist jedenfalls österreichische Architekturgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und Johann Georg Gsteu hat sie mitgetragen, mitentwickelt, mitbefördert. Er feiert kommende Woche seinen 80. Geburtstag....

...Gsteu hat oft eigenständige Ideen entwickelt, die er dann bei verschiedenen Anwendungen durchgetestet hat. In seinen neueren Arbeiten war das ein Verfahren, mit dem man Aluminium-Trapezblech verformen kann. Er hat es sowohl bei seinen U-Bahn-Bauten als auch beim Nordbrücken-Steg und einem Kindergarten angewendet. Vor allem bei den Verkehrsbauten hat sich die Technologie als herausragend erwiesen, weil Materialqualität, Verarbeitungsweise und visuelle Erscheinung dabei eine glückliche Symbiose eingehen.


Weitere Bauten: Umbau Rosenkranzkirche Wien-Hetzendorf, 1956-58 (mit F. Achleitner); Seelsorgezentrum Steyr-Ennsleiten, 1958-61 (mit Arbeitsgruppe 4); Seelsorgezentrum Wien-Baumgartner Spitz, 1960-65; Bildhauerunterkunft St. Margarethen, 1962-68; Z-Zweigstellen Wien-Rudolfsheim, Sparkassenplatz (1970-72), Wien-Strebersdorf (1971-72) und Wien-Stadlau (1979); Pfarrsaal und Kindergarten, Wien-Hetzendorf, 1968-71; Bauteil in der Wohnhausanlage Wien-Aderklaaerstraße, 1973-78; Wohnhaus Matthäusgasse 3, Wien-Landstraße, 1983-85; Wohnhaus Weiglgasse 4, Wien, 1983-87; Stationsgebäude der U6, Wien, 1990-95.


Stahlbau: Adolf Tobias GmbH, www.tobias.at
Bauherr: Stadt Wien, MA 59-Marktamt
Planungsbeginn: 01/2004
Bauzeit: 11/2006
Renderings: service bauten wien, Stadtentwicklung Wien

Informationen

Jahr: 2006
Architekt: Prof. Gsteu, Wien
Ingenieur: Freund&Vogtmann
Unternehmen: Hasler Industriebau GmbH, Scheifling
Produkte: Hoesch® Trapezprofil, Hoesch® Bogendach, Hoesch® Trapezprofil

Farben

RAL 9006, beidseitig beschichtet SP/SP

Einsatzgebiete

  • Industriebau
  •  
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