Österreich, Wien

Großgarage Leopoldau

Autobusgroßgarage Leopoldau - Neue Heimat für die Wiener Busflotte


Textquelle Fasch&fuchs Architekten:

Konzept

Das siegreiche Wettbewerbsprojekt sah für eine offene Abstellhalle mit einer Kapazität von 234 Bussen ein weitgespanntes Membrandach vor, das per Zugseilkonstruktion zwischen die beiden Baukörper Verwaltung und Werkstätte gespannt werden und als Witterungsschutz dienen sollte.

Der Wunsch des Bauherrn, eine eventuelle spätere Nutzungsänderung der Abstellhalle zu berücksichtigen, verlangte einige Modifikationen am vorgelegten Projekt: Das Membrandach musste durch ein dämmbares Dach ersetzt und eine mögliche Reduktion der erforderlichen Stellplätze auf 180 Busse einkalkuliert werden.

Die Großgarage besteht aus Reparatur-, Service-, und Abstellhallen für flüssiggasbetriebene Autobusse, die durch einen Verwaltungsbauteil ergänzt werden. Anordnung und Strukturierung der Baukörper folgen der durch die Nutzung vorgegebenen Reihenfolge von Einfahrt, Kontrolle, Tanken, Service, Abstellen und Ausfahrt.

Als verbindendes Element bildet das im Norden des Grundstücks situierte Verwaltungsgebäude, das Rückrat der beiden Hauptvolumina Werkstatt- und Abstellhalle. Die Arbeits- und Aufenthaltsräume im Verwaltungsbereich sind nordseitig angelegt, um optimale Belichtung ohne sommerliche Überhitzung zu gewährleisten. Die Garderoben finden sich entlang der Trennwand zur Werkstatt- und Abstellhalle.

Belichtung und natürliche Belüftung des Gebäudes erfolgen über eingeschnittene Lichthöfe im Obergeschoss, die auch die innenliegenden Gänge großzügig versorgen.

Die Lichtführung stellt einen Schwerpunkt im Entwurfskonzept dar: in den Hallen fällt das Licht über großzügige Oberlichter auf schräggestellte Wände, von denen es tief in den Raum reflektiert wird.
 
Die Werkstätten bilden den im Westen situierten Baukörper. Er ist in drei Bereiche gegliedert:
- eine Einlaufhalle mit anschließender Waschstraße
- einen überwiegend zweigeschoßigen Lager- und Werkstattbereich
- eine Servicehalle

Die Belichtung der Werkstätten erfolgt über die Ostfassade und Lichtbänder in der Dachfläche.
Der Abstellbereich stellt den südöstlichen Bauteil der Gesamtanlage dar. Er besteht aus fünf Hallen mit geneigten Betonfertigteilwänden, auf denen die Hauptfachwerkträger aus Stahl aufliegen.
Die schräggestellten Wände bilden im Zusammenspiel mit den tragenden Stützen unverschiebbare Böcke für die Horizontalaussteifung.

Vordächer über den stirnseitig angelegten Erschließungswegen bieten den Buslenkern auf dem Weg zu ihren Fahrzeugen witterungsschutz.

Daten
Auftraggeber        Wiener Linien Gmbh & Co. KG
Planung              Fasch & Fuchs.
Statik                  Werkraum Wien
                          Go, öba vasko + partner ingenieure, wien
Haustechnik        Thermo Projekt, Wien
Bauphysik           Dr. Tomberger, Graz
Wettbewerb 2000   1. Preis

Überarbeitung     2003
Baubeginn          11/2004
Fertigstellung      02/2007
Errichtungskosten 45 Mio €
BGF                     13.273 m² + 12.935 m²
Rauminhalt          161.827 m³

Informationen

Jahr: 2007
Architekt: fasch&fuchs
Ingenieur: werkraum wien ZT GmbH
Unternehmen: TKSA
Produkte: Hoesch® Trapezprofil, Hoesch® Trapezprofil

Farben

RAL 9002

Einsatzgebiete

  • Parkhausbau
  •  
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